Kern & Soehne M IV 1962
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Kern & Soehne Miniatur M IV
Baujahr ca. 1962

Diese Uhr hat ein mechanisches 400-Tage-Werk. Sie ist also eine "Echte" Jahresuhr, der Dom ist aus Plexiglas, die Höhe der Uhr gerade mal 19 cm vom Scheitel bis zur Sohle und der Durchmesser des Domes 12 cm.

Das Uhrwerk und die Bodenplatte besteht aus Messing und der Dom aus Plexiglas. Das Drehpendel hat Standard vier Kugeln. Auf der hinteren Werkplatine befindet sich die Bildmarke der Firma Kern & Soehne. Die Firma Kern stellt noch heute hochwertige mechanische Uhren her, leider aber keine Jahresuhren.

Das Ziffernblatt ist goldfarben mit feinem Rankenwerk, die Stundenmarken sind römische Zahlen. Die Herstellermarke KERN steht unter der XII und bei der VI noch der Hinweis "Made in Germany". Auf der hinteren Platine dann die Bildmarke der Firma Kern & Soehne sowie das Kaliber M IV. siehe auch "Geschichte des Made in Germany".

 Diese Uhr muss (wie alle Jahresuhren) mit drei Stellschrauben, die sich am Boden der Uhr befinden, genau in die "Waage" gestellt werden, damit sie einwandfrei funktioniert. Das ist immer dann notwendig, wenn der Standort mal gewechselt wird. Zum Transport kann auch das Drehpendel mit einer Schraube im Sockel gesichert werden, damit die sehr empfindliche Drehpendelfeder (wird manchmal auch als "Faden" bezeichnet) nicht beschädigt wird.

Diese Uhr war in einem recht guten Zustand. Die vorhanden Pendelfeder war nicht zu gebrauchen. Sie war falsch (Bronzefeder) und dafür zu schwach in der Federwirkung. Sie wurde durch eine HOROLOVAR 0,058mm ersetzt.

Auch das Werk wurde komplett zerlegt und die einzelnen Teile in einem Ultraschallbad gereinigt und die Gehäuseteile (Bodenplatte) vorsichtig poliert. Jetzt gab es bei der Widerinbetriebnahme keine größeren Probleme mehr.

Die Einstellung des Ganges bei diesen Uhren ist immer eine langwierige Angelegenheit, da das Werk nach jeder Manipulation am Drehpendel mehrer Stunden braucht, bis sie IHREN Takt wieder gefunden hat. Aber Rentner (ich) habe ja Zeit!

Jetzt steht sie bei einigen Andern im Schrank im Wohnzimmer und läuft seither ohne Probleme und zeigt auch zuverlässig die Zeit recht genau an.

 

 

So steht sie jetzt im Schrank bei einigen anderen.

Wie immer hat mein Vorbesitzer es zu gut mit dem Öl gemeint.

Man (frau) sieht es deutlich: mit Öl konserviert

Die falsche Pendelfeder aus Bronze

Das Werk wieder zusammengebaut

Die Teile zur Montage

Justage der Uhr

Zeigt wieder die Zeit

 

 

 

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Stand: 08.09.17

(c) Rolf-Dieter Reichert 2010