Schatz 400_53_03-56
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Meine Uhren

Hier meine


Aug. Schatz & Soehne  400
März 1956

Diese Uhr hat ein mechanisches 400-Tage-Werk mit zwei Steinen. Sie ist also eine "Echte" Jahresuhr. Der Dom ist aus Kunststoff und hat zwei Arretierungen, mit denen er im Bodenblech verankert werden kann.

Das Werk besteht aus Messing, zwei Platinen. Der Anker ist in zwei Steinen gelagert, es ist eine Graham-Hemmung mit festen Paletten. Auf der hinteren Werkplatine befinden sich drei Marken: Kreis mit der Inschrift "Aug. Schatz & Soehne Germany" darin die Zahl 53. Eine rechteckige Marke mit "Two (2) Jewels Unadjustet", die dritte Marke ist das Herstellungsjahr "03  56".

Das Ziffernblatt hat römische Stundenziffern. Unter der XII steht die Marke "Schatz", über der VI  "400" und unter der VI "Made in Germany" - siehe dazu auch meine Einleitung "Geschichte des Made in Germany".

 Diese Uhr muss mit drei Stellschrauben, die sich am Boden der Uhr befinden, genau in die "Waage" gestellt werden, damit sie einwandfrei funktioniert. Das ist immer dann notwendig, wenn der Standort mal gewechselt wird. Zum Transport kann auch das Drehpendel mit einem Hebel gesichert werden, damit die sehr empfindliche Drehpendelfeder (wird manchmal auch als "Faden" bezeichnet) nicht beschädigt wird.

Auch diese Uhr wurde komplett zerlegt und die einzelnen Teile in einem Ultraschallbad gründlich gereinigt. Das versilberte Ziffernblatt ist leider durch ein untaugliches Reinigungsmittel in Mitleidenschaft gezogen worden und hat über der VI eine Stelle, an der die Versilberung beschädigt ist. Na, dass bleibt jetzt so, ist halt nicht neu, das Schätzchen von Schatz. Ich benutze zum Reinigen von Ziffernblätter immer einen Radiergummi. Der nimmt die Verschmutzung der Jahre ohne Probleme ab. Die Pendelfeder war beschädigt und falsch, also musste eine Neue eingebaut werden. Die Montierungen sind die Originalen.

Leider haben meine "Vorreparateure" mit allen Mittel versucht, die Uhr wieder zum Ticken zu bekommen. Die Pendelfederaufhängung, der obere Befestigungsblock waren stark verbogen, und die Hemmung war völlig aus dem Takt und der Rest war in Öl gebadet. Dies wieder zu Richten, braucht viel Zeit.

Nach der Reinigung und Montage der Uhr folgte die Justage, die auch hier einige Tage in Anspruch nahm.

Aber jetzt läuft auch diese Jahresuhr wieder ohne Probleme und zeigt auch zuverlässig die Zeit recht genau an.

 

Und hier ein paar Bilder.

 

In der Sammlung

Aufpoliert..

Glänzende Teile

Die neue Pendelfeder ist eingebaut

Rückansicht

Ein schöner Rücken kann mich auch....

Noch auf dem Arbeitstisch

Zerlegt in die Einzelteile

Saubere Sache

Der neue Platz im Schrank

 

 

 

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Stand: 23.09.17

(c) Rolf-Dieter Reichert 2010